CALL US : +971 4 423 3669

Back To Articles

Die Nierensteine 
(Ursache,Therapie,Prevention) 


Semir A. S. Al Samarrai

 

Die Harnsteine entstehen durch Störungen des physikalisch-chemischen Gleichgewichts und/oder des hydrodynamischen Systems des Harns und seiner ableitenden Organe. Diese sind feste Gebilde,welche vorwiegend aus Kristallinen, und bestehen aus amorphen organischen und/oder anorganischen Bestandteilen. In der Rangfolge urologischer Erkrankungen nimmt das Bilden von Harnsteinen in vielen Ländern Arabiens einen der vorderen Plätze ein.

In einer Reihe aktueller Studien wurde der Nachweis erbracht, dass Übergewicht, Stress und ein Mangel an körperlicher Aktivität in erheblichem Umfang das Risiko für eine Harnsteinbildung erhöhen. Das scheint zumindest teilweise auch für die kardiovaskulär Risikofaktoren wie Bluthochdruck und erhöhte Fette im Blut zu gelten.

Die Harnsteinpatienten sollten also unbedingt über diese Risiken aufgeklärt werden. Ferner sind aus heutiger Sicht eine Gewichtsnormalisierung (Body-Mass-Index, BMI: 18-25kg/m2) und Blutdruckeinstellung empfehlenswert.

Auffällige subjektive Symptome der Harnsteinbildung sind:

-heftige Schmerzen der befallenen Niere
-typische Kolik der befallenen Niere oder Harnleiter
-Brechreiz
-Erbrechen
-Schweißausbrüchen

-und im Kindesalter dominiert als Leitsymptom der Harnwegsinfekt und ein uncharakteristische Bauchschmerz

Das Diagnostikprogramm sollte stets mit der Urin- und Ultraschalluntersuchungen, sowie anschliesend Röntgenaufnahmen der Nieren und Harnableitungswege beginnen.

Die medikamentöse Behandlung mit relevanten Wirkstoffen sind heute zu Tage nach Verordnung eines Facharztes möglich. Insbesondere bei Steinen mit einem Durchmesser von unter 5mm.

Bei größeren Harnsteinen ist die sogenannte interventionale Steintherapie zur aktiven Entfernung von diesem Konkrement aus dem Harntrakt oder die Zertrumerung dieses durch extracorporale schokwellen (ESWL) zu spontan abgangsfähigen Teilchen möglich.

Die Harnsteinprophylaxe zur Verhinderung von Rezidiveharnstein mit nicht medikamentösen Maßnahmen, besteht darin die biochemische Risikofaktoren im Urin zu normalisieren oder auszuschalten. Sie sindt für Harnsteinleiden sinnvoll und grundsätzlich zu empfehlen. 

Die 3 Säulen dieser Prävention sind:
-Trinkprophylaxe zur Verdünnung des Urins (Harndilution) und damit Löslichkeitsverbesserung steinbildender Substanzen und Verbesserung der Urodynamik. Als effective hat sich eine Tagestrinkmenge von 3-4L (bei Kindern.1.5-2L pro m2 Körperoberfläche erwiesen

-Ausgewogene Ernährung: Durch bewusste Ernaehrung-damit sind nicht Restrictiondiaeten gemeint-kann man die Urinzusammensetzung günstig verändern, sodass die Konzentration der steinbildenden Substanzen im Urin sinkt und die hemmenden (Inhibitoren) Kapazität im Urin zunimmt.Insbesondere die Beschränkung der Kochsalzaufnahme (3-5g/Tag) und des tierischen Eiweisses (0,8-1.0g/Kg KG/Tag) haben sich als vorteilhaft und preventiv bezüglich der erneuten Entstehung von Harnsteinen erwiesen. Weiterhin gilt heute eine normale Kalziumzufuhr (Tagesbedarf 800-1000mg) als richtig, d.h. die früher praktizierte 

Kalziumrestriction ist obsolet.Dagegen sollte auf Nahrungsbestandteile ,die viel Oxalate oder Purin enthalten,vezichtet werden.

-Normalisierung allgemeiner Risikofaktoren (Übergewicht, körperlicher Inaktivität)

Correspondence:

Prof. Dr. SEMIR AHMED SALIM AL SAMARRAI
Professor Doctor of Medicine-Urosurgery, Andrology, and Male Infertility
Dubai Healthcare City, Dubai, United Arab Emirates.
Mailing Address: Dubai Healthcare City, Bldg. No. 64, Al Razi building, Block D,
2nd floor, Dubai, United Arab Emirates, PO box 13576
Email: fmcalsam@emirates.net.ae